Schule und Bildung ist 2007 ein landkreisweites und zentrales Thema,
das uns alle angeht. Das Ausstellungsprojekt Schule und Bildung im Landkreis Regensburg
befasst sich mit diesem Thema, daran kann sich jede Gemeinde und Schule des Landkreises mit Beiträgen rund um die Schule beteiligen.
Der Aufruf zu diesem zentralen Thema, Schule und Bildung
kam vom Kreisarchivpfleger Dr. Artur Diermeier Regensburg
, er passt genau in die Zeit 2007, wo Schule und Bildung noch wichtiger sind, als je zuvor.
In erster Linie sind aber Heimatpfleger, Ortsheimatpfleger, Heimatforscher und Archivpfleger aufgefordert,
dieses Thema in Verbindung mit der Gemeinde als Schulträger und der jeweiligen Schulverwaltung aufzuarbeiten und das Ergebnis einer breiten Öffentlichkeit in Form einer Ausstellung und Dokumentation
vorzustellen. Das Projekt Dieses
landkreisweite Projekt passt hervorragend auch zu Köfering, denn wir dürfen in diesem Jahr ein kleines Jubiläum begehen, das Schulhaus wurde vor genau 50 Jahren fertig gestellt und 1957 eingeweiht. Nach
langen Verhandlungen, Standortsuche und Besorgung von Finanzmitteln vergingen fast 50 Jahre, in diese Zeit fielen gerade auch zwei Weltkriege, die das Vorhaben so lange in die Länge verschob.
Hierbei
soll die bayerische Schulgeschichte allgemein, und die örtliche Schulgeschichte im Mittelpunkt stehen. Lag anfangs die Schulangelegenheit noch in kirchlicher Hand, vollzog sich erst ab 1802 ein Wandel der
Schullandschaft, die der Organisationsverwalter von Kaiser Napoleon einführte, es war kein Geringerer als Max Joseph Graf von Montgelas, der eine konstante Regelung des bayerischen Schulwesens
einführte.
Bei diesem Projekt sollten alle bekannten Faktoren, soweit rekonstruierbar, einbezogen werden. Inwieweit dies gelingt, hängt vor allem von den vorhandenen Archivalien ab, die uns unsere
Vorfahren hinterlassen haben. Die alten Dokumente und Aufzeichnungen, die für dieses Projekt dienen sollen, sind sehr gering, weil sie wie in manchen anderen Dörfern auch, rücksichtslos vernichtet wurden.
Für mich als begeisterten Ortsheimatpfleger, der an der Geschichte viel Interesse hat, ist das ein schlechter Ausgangspunkt. Aber dennoch kann ich wenigstens auf knapp 80 Jahre, zumindest auf einige
Fotografien aus dem Schulbereich zurückgreifen. Ansonsten sahen die gesetzlichen Vertreter aus Schule, Gemeinde und Kirche keinen Grund, Aufzeichnungen aus der damaligen Zeit aufzubewahren.
Schwerpunkt Klassenbilder Ich muss mich daher mit
Materialien der letzten Jahrzehnte begnügen, zudem konnte ich auch einige Artikel selbst schreiben, die von allgemeinem Interesse sein dürften. Bei meiner Aufbereitung liegt der Schwerpunkt in alten
Klassenbildern, die bis 1918 zurückreichen. Allein daran kann man schon sehr viel entnehmen, wie sich seinerzeit schon die Armut in der Kleidung und am Schuhwerk ablesen lässt. Hinzu kommen Schulgebäude,
Portraits von Lehrer und Pfarrer und alles Rund um die Schule.
Als Weiteres kommt bei uns hinzu, dass es im Ort Köfering gleich drei Schulhäuser gab, das neu erbaute Schulhaus konnte 1957 an die
Schüler übergeben werden, das bedeutet, dass das neue Köferinger Schulhaus erst seit 50 Jahren steht, daher vermute ich auch, dass beim Abriss des alten Schulgebäudes, alle alten Schulakten vernichtet
wurden, denn seinerzeit dachte niemand daran, das alte Gelump für mich und der Nachwelt aufzuheben.
Das Ergebnis der Dokumentation wird in einer eigenen Ausstellung gezeigt, der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben, er dürfte aber etwa
in der ersten Hälfte 2007 liegen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese sehr viele Bürger interessieren könnte, denn schließlich gingen alle aus Köfering stammenden Menschen in diese Schulen. Laut meiner
Hochrechnung dürften seit 1900 bis dato rund 1500 Kinder die Schule besucht haben, die dann im Laufe ihres Lebens in alle Himmelsrichtungen verstreut, eigene Familien gründeten. Aber viele davon sind nach
wie vor im Ort und der näheren Umgebung ansässig. Die zwei Weltkriege Zu erwähnen sei auch, dass allein in den zwei Weltkriegen, Erster Weltkrieg 20 junge Soldaten und im Zweiten Weltkrieg 62 junge Soldaten, ehemalige Schüler aus der
Gemeinde Köfering- Egglfing ums Leben kamen. Zum Gedenken
dieser verstorbenen Soldaten habe ich auch alle namentlich und soweit möglich bildlich erfasst und in die Schul- Dokumentation eingebunden. Viele der Gefallenen sind auch auf alten Schulbildern noch als Schüler zu sehen. Es sind also viele Väter und viele Onkel vom Felde nicht zurückgekehrt. Diese Schul- Dokumentation dient auch zur geschichtlichen Heimatkunde, die eher im Laufe der Zeit in Vergessenheit geriet. Gerade für die jüngere Generation dürfte diese Arbeit von Interesse sein, denn bisher gab es keinerlei Nachschlagewerk.
Schreibt doch der Regensburger Landrat Herbert Mirbeth recht deutlich: Nur wer weiß, wie unser Schulsystem entstanden ist, kann auch dessen erfolgreiche Fortentwicklung bzw. Umgestaltung
betreiben.
Ich kann nur jeden Bürger raten, der sich für geschichtliche Ereignisse rund um die Schule aus der Heimat interessiert, diese Dokumentation zu besichtigen, diejenigen die weit
verstreut in aller Welt wohnen und die Sammlung nicht in Augenschein nehmen können, haben die Möglichkeit über das Internet, mehr über die Schulgeschichte zu erfahren, andere die noch zur Sammlung
etwas beitragen können und wollen, sollten sich umgehend mit mir in Verbindung setzen.
Weitere Einzelheiten erscheinen dann auf dieser Internetseite, bitte setzen Sie auf diese Seite ein
Lesezeichen, damit Sie sie schneller auffinden können ansonsten rufen Sie einfach www.Fotoautor.de auf.
Stand 20.02.2007
Herbert Winkler Ortsheimatpfleger 93096 Köfering Tel. 09406-1372 Email: fotografwinkler@t-online.de |