80-jähriges Krieger- Ehrenmal wurde renoviert!
Einige Mitglieder des
Krieger-, Reservisten- und Soldatenvereins Köfering trafen sich zum Arbeitseinsatz am örtlichen Kriegerdenkmal bei der Pfarrkirche St. Michael. Das Denkmal wurde 1925 von einer Handvoll
Kriegsheimkehrern in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Köfering gebaut. Aus diesem Zusammenschluß von ehemaligen Kriegsteilnehmern entwickelte sich der Kriegerverein in
Köfering der schon 1920 gegründet wurde.
In der Zwischenzeit sind viele Jahre vergangen, die Aktivität des regen Kriegervereins ist zwar der Zeit angepaßt aber immer noch ungebrochen
vorhanden. Aufs Jahr genau 2005, zum 80. Jahrestag entschloß sich die Vorstandschaft unter der Leitung vom 1. Vorstand Reinhard Track, das betagte Kriegerdenkmal erneut zu
renovieren, denn die letzte größere Reparatur fand 1979 statt.
Unter fachkundiger Anleitung des Vorstandes arbeiteten die Mitglieder Michael Eberl, Ludwig Spanfellner, Johann
Hammerl, Jürgen Czerwinski, Wolfgang Zierer, Altbürgermeister Harald Bauer und Gemeindearbeiter Erich Stickl gut zusammen. Mit Reinhard Track investierten sie zusammen 180 ehrenamtliche
Arbeitsstunden zur Instandsetzung des Denkmals. Die anfallenden Materialkosten von ca. 500 € übernahm auch der Krieger-, Reservisten- und Soldatenverein Köfering aus der Vereinskasse.
Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Männer ihre kostbare Freizeit für Mauerer-, und Malerarbeiten für ein Denkmal übernehmen, aber aus Solidarität zu den Kriegsopfern der vergangenen zwei
Weltkriege war ihnen keine Mühe zu viel. Das Kriegerdenkmal soll nicht nur Denkmal sein, sondern soll auch ein Mahnmal
für die jetzige und künftige Generationen sein, dass solche sinnlose und verheerende Kriege von fanatischen Machthabern nicht mehr stattfinden dürfen.
Betrachtet man die gravierten
Namenlisten der Gefallenen und Vermissten Soldaten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, dann belief sich die Anzahl auf 82 Soldaten, die von der wütenden Front nicht mehr zurückkamen. Für
den kleinen Ort wie Köfering – Egglfing, ein beachtlicher Verlust an Menschenleben. Die zwei Kriege haben viel Unglück und Leid in die Familien gebracht, das kaum zu beschreiben ist, die Väter
blieben aus, Geschwister und geliebte Menschen kamen nicht mehr zurück, die jüngsten Soldaten waren gerade mal 19 Jahre alt. Eine traurige Bilanz des Schreckens im 20. Jahrhundert.
Als
Köferinger Chronist liegt mir sehr viel daran, dass unsere tapferen Soldaten, die im guten Glauben an das Vaterland ihr junges Leben lassen mußten, niemals vergessen werden.
Die Gemeinde und vor allem der Krieger-, Reservisten und Soldatenverein Köfering kümmert sich seit Anbeginn um die Pflege und den Unterhalt des Denk- Mahnmals in Köfering.
Herzlicher Dank an alle.
Herbert Winkler, Ortsheimatpfleger Köfering Oktober 2005
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