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Mauersegler in Köfering
seit Mai 2006 haben sich hier selbt
Mauersegler angesiedelt Heimat- und Tierfotograf Herbert Winkler Köfering |
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Willkommen 2009 in Köfering Die Mauersegler sind vom 25. auf 26.04 2009 wieder in Köfering eingetroffen. Bisher konnte ich 14 fliegende Segler zählen. Sie haben den Turm trotz veränderter
Einflugschlitze und der neuen Brutplätze anstandslos angenommen.
Die Ankunftszeit und Abflugzeit ist fast auf den Tag jedes Jahr gleich. |
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Erstmals Mauersegler in Köfering gesichtet |
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Mauersegler Junges |
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Ausschnitt- Vergrößerung |
Originalaufnahme |
Vergrößerung |
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Turm vom alten Feuerwehrhaus |
Mauersegler auf meiner Hand |
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Mittelbayerische Zeitung |
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Abenddämmerung |
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Winkler auf der Lauer |
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Ab nach Afrika 2009 31.07.2009 Man
könnte fast die Kalender darnach stellen, denn pünktlich zum Monatsende Juli verlassen die Mauersegler ihr Sommerquartier. Am 30.07. konnte ich nur noch vereinzelt welche fliegen sehen. Demnach fliegen sie wieder in zwei Intervallen nach Afrika ins Winterquartier, so wie sie auch gekommen sind, aber mit dem Unterschied, dass sie mindestens 16
Jungtiere mitnehmen. Ich habe festgestellt, dass sich die kleine Köferinger Kolonie aus dem Feuerwehrturm drei weitere Brutplätze im Ort gesucht und auch darin gebrütet haben. Sie haben nicht nur den
renovierten Turm wieder in Beschlag genommen sondern auch gleich neue Kolonien gegründet. Es freut mich sehr, dass sich mein Einsatz um die Erhaltung des Turms und vor allem der nützlichen Mauersegler
gelohnt hat.Eine genaue Zählung war mir trotz langen Beobachtungen nicht möglich, weil sich die flinken Segler immer vermischten, es dürfte aber mit den drei weiteren Brutplätzen um die
32 Tiere gewesen sein. Die drei neuen Brutplätze habe ich eher zufällig entdeckt, das kann man aber nur, wenn man immer wieder den Flugraum beobachtet.
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Berichte aus meiner Mauersegler-Chronik der vergangenen Jahre Eilmeldung 6.10.2008 Tag der Entscheidung über den Wohnraum
der Köferinger Mauersegler im Schlauchturm.
Der Köferinger Gemeinderat hat bei Sitzung am 6.10.2008 einstimmig beschlossen,
dass der zum Abriss vorgesehene Schlauchturm des alten Feuerwehrhauses zum Schutz der Mauersegler stehen bleiben darf und das Dach repariert wird. Der Turm bietet den Mauerseglern bei ihren
kurzzeitigen dreimonatigen Aufenthalt in Köfering eine einmalige und selbst gewählte Brutgelegenheit.
Als Fürsprecher für die Mauersegler und deren sicheren Unterschlupf
möchte ich auf diesem Weg Bürgermeister Klaus Schönborn mit dem Gemeinderat danken, dass sie trotz vorheriger anderer Meinung,
ein Herz für gefährdete und schutzbedürftige Tiere haben und den Schlauchturm stehen lassen.
Die Mauersegler sind es wert, dass man sie schützt. Ortsheimatpfleger Herbert Winkler 6.10.2008 22.00 Uhr |
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Rückblende über das Schicksal der Köferinger Mauersegler 2008 Brandeilige Meldung über das Schicksal der
Köferinger Mauersegler im ausgedienten Feuerwehr - Schlauchturm.
Tag 1 - am 3.8.2008 Das Brut-Quartier der Köferinger Mauersegler ist für 2009 stark gefährdet. Grund:
Der Schlauchturm des alten Feuerwehrhauses, die Brutstätte für ca. 8-12 Brutpaare Mauersegler soll im Zuge der
Asbest - Dachsanierung abgerissen werden. Die Folge wäre
, dass die 2009 ankommenden Mauersegler ihr gewohntes Brut- Quartier nicht mehr vorfinden und obdachlos wären, die Ankunft der ersten Vorhut Ende April wäre ein Vogeldrama, weil sie ihre Brutstätte nicht mehr vorfinden, sie würden bis zur totalen Erschöpfung den
Turm suchen, wenn er nicht mehr da wäre. Wenn dann einige Tage später die Nesttreue Nachhut - Mauersegler- Weibchen kommen, erging es ihnen ebenfalls so. Das kann ich nicht und werde es auch nicht zulassen.
Anbahnendes Tierdrama der Mauersegler Die ganze Kolonie würde umkommen, weil sie den angestammten Platz nicht mehr vorfinden, ein geeigneter Ersatzplatz ist nicht vorhanden.
Ihr Nutzen ist
unermesslich, die Segler vertilgen Unmengen fliegende Insekten, der Nahrungsbedarf eines fütternden Brutpaares beträgt ca. 50 Gramm Futter pro Tag, das entspricht etwa ca. 20.000 Insekten.
Der Mauersegler steht zwar noch nicht auf der Roten Liste, ist aber schon sehr stark gefährdet, weil ihm immer mehr Wohnraum entzogen wird.
Tag 2. am 4.8.2008
Der Abriss wurde beschlossen
Die Köferinger Gemeinderäte haben am 4.8.2008, über den Abriss des Schlauchturms beraten und abgestimmt, ohne die Problematik und die Folgen der Mauersegler zu kennen. Mit einem 14:2 Beschluss stimmte
das Gremium für den Abriss, damit wäre das Schicksal der Mauersegler für 2009 besiegelt. Fakt ist, dass das ausgediente Feuerwehrhaus wegen dem Asbestdach sanierungsbedürftig ist, deswegen muss aber der Turm nicht abgerissen werden.
Die Kosten für das Turmdach ca. 2 x 6 qm sind sicherlich geringer, als der Abriss des ganzen Schlauchturms.
Sanierungskosten mit oder ohne Turm wurden noch nicht ermittelt.
Tag 3. am 7.8.2008 Die Nachricht vom Abriss las ich schockiert in der Mittelbayerischen Tageszeitung am 7.8.2008 mit der Titelzeile: “Nist-Turm” für Mauersegler wird doch abgerissen.
Diese unbegründete Entscheidung rief mich auf den Plan, als Botschafter der Heimat, Tierfreund und Heimatfotograf
und vor allem als Ortsheimatpfleger von Köfering habe ich die Pflicht, dass der Abriss unter allen Umständen, Zugunsten der Mauersegler für den Artenschutz gestoppt werden muss, weil es auch keinen triftigen Grund dazu gibt.
Tag 4. am 8.8.2008
In der schlaflosen Nacht vom 7. auf den 8. entwickelte ich den Plan, wie der Abriss verhindert werden kann. Über einen Mauerseglerfreund erhielt ich die Kontaktadresse vom
LBV = Landesbund für Vogelschutz in Bayern, die sich für die Rettung bedrohter Mauersegler oder ganzer Kolonien einsetzen.
Zugleich habe ich mit der örtlichen Presse Kontakt aufgenommen, damit die Öffentlichkeit unterrichtet werden kann. Des Weiteren stellte ich sofort an die Gemeinde einen Eil-Antrag, auf Abrissstopp.
Ab jetzt 8.8.2008 heißt es abwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt. In meiner
Eigenschaft als Jugendbetreuer einer Kindergruppe soll ich die Kinder auf die Pflege und den Erhalt der Natur und Tierwelt einschwören, anderseits soll ich tatenlos zusehen, wie die schützenswerten
Mauersegler im Ort ausgerottet werden, das darf ich als Ortsheimatpfleger nicht zulassen.
Wenn sich nichts bewegen sollte, werde ich zusätzlich die Bürger mobilisieren. Zur Unterstützung könnte ich 2.500 Handzettel drucken,
kein Problem für mich, indem ich auf den Erhalt der Mauersegler in Köfering hingewiesen hätte.
Das Internet und meine Seite über die Mauersegler könnten für die Rettung der Mauersegler auch eine wichtige Rolle spielen.
Ich hoffe, dass der Beschluss ausgesetzt oder gar zurückgenommen wird.
Herbert Winkler
Ortsheimatpfleger von Köfering Stand 8.8.2008 Tag 5. am 19.8.2008 Eine Vorort Besichtigung mit Besprechung mit Bürgermeister
Klaus Schönborn, Verwaltungsstellenleiter Rupert Tosolini, Vertreter der “Unteren Naturschutzbehörde”, mit mir und dem örtlichen Berichterstatter der MZ ergaben positive
Ergebnisse. MZ Bericht Die einhellige Meinung lautete, der Turm soll stehen bleiben.
Der Gemeinderat soll in der nächsten Sitzung das Thema nochmals aufgreifen und über die neuen Erkenntnisse informiert werden.
Dabei stellte sich heraus, dass aufgrund des Artenschutzes der Turm für die Mauersegler stehen bleiben muss, weil keine Ausweich- oder Umsiedelungsmöglichkeit besteht. Außerdem sind möglicherweise
die Kosten für den Abriss höher als für die Erneuerung des ca. 12 qm großen Turmdachs. Da der Artenschutz auch Sache der Regierung ist, müsste bei einem Abbruch auch die
Regierung der Oberpfalz eingeschaltet werden, die aber mit fast 99 % Sicherheit den Abriss wegen der gefährdeten Mauersegler ablehnen würde.
Stand 19.8.2008 Winkler Die endgültige Entscheidung fällt am 6.10.2008 |
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Ein Jahr später und zwar 2008 Die Mauersegler sind Ende April/ Anfang Mai 2008 wieder eingetroffen, haben gebrütet und ziehen schon wieder über den Baumwipfeln
um den Schlauchturm ihre Kreise. Es ist nicht leicht die Segler zu zählen, aber bis Juli ist die Schar auf ca. 30 Tiere schon wieder angewachsen.
Die Köferinger Mauersegler-Kolonie hat bereits die Reise am 30/ 31. Juli 2008 angetreten und ist mit ca. 30 Tieren gegen Süden geflogen. |
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Wissenswertes Mai 2006 / 2008
Es ist fast schon eine kleine Sensation, zumindest was die Tierwelt angeht, weil sich hier in Köfering erstmals Mauersegler selbstständig und ohne Nesthilfe angesiedelt haben. In manchen Orten oder manche
Organisationen würde ein kleines Vermögen ausgeben, wenn sich solche geschätzte und elegante Segler ansiedeln würden. Wie man auf den vorigen Seiten der Mehlschwalben unschwer erkennt, interessiert
mich eigentlich alles, was sich in der Luft so bewegt. Dabei muss ich immer wieder feststellen, dass viele Menschen für derartige Naturereignisse keine Augen und keinen Sinn mehr haben. Für mich ist das
jedenfalls ein außergewöhnliches Ereignis, denn dieser Vogel hat durch seine Eigenschaften, durch sein Aussehen, sein Flugbild und vor allem durch seine unbekümmerte Nähe zum Menschen ein außergewöhnliches
kurzes Dasein in den bayerischen Breiten. Der Mauersegler ist ein ausgezeichneter Jäger, der ununterbrochen durch die Luft schwebt und nach Insekten jagt, um sich und seine Jungen zu ernähren. Der
Flugkünstler bleibt nur während der Brut- und Aufzugszeit, demnach rund 4 Monate in Europa, dann fliegt die Kolonie wieder zurück ins südliche Afrika. |
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Ein Jahr später Der Sommer 2007 ist schon da.
Soeben, am 3.5.2007 abends 20.15 Uhr konnte ich die ersten vier Mauersegler um den Nistplatz - altes Feuerwehrhaus Köfering entdecken. Ich freute mich sehr, weil die Segler wieder eingetroffen sind.
Nach dreimonatigem Aufenthalt haben die Segler ende Juli 2007, wie im Vorjahr auch, Köfering wieder verlassen. Die Schar ist 2007 auf 27 Tiere angewachsen.
Auf der Suche bei Google
nach Berichten über die Mauersegler im Internet, konnte ich eine sehr beeindruckende Seite finden, die Hans- Herrmann Schule in Regensburg hat eine Nistkastenkamera installiert, sehr interessant.
Der Link führt Sie zur Nistkastenkamera nach Regensburg
www.schulen.regensburg.de/hhgs/projekte/mauersegler/mauerseglercam/ |
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Aus der Mauersegler Chronik 2006 Zu der Geschichte mit den Mauerseglern muss ich etwas ausholen, als in diesem Jahr 2006 der Frühling bei uns sehr spät einsetzte und ich erneut den Himmel nach
fliegenden Tieren beobachte, da fielen mir plötzlich die eigenartigen Segler auf, die ich sonst nicht in diesem Luftraum sah. Erstaunt stellte ich fest, dass es sich bei den sichelförmigen Seglern nur um
Mauersegler handeln kann. Von meinem Arbeitsraum aus kann ich die Segler in etwa 180 Meter Entfernung dauernd fliegen sehen. Ich machte mich dann auf die Suche, nach deren Quartier. Mehrmals ging ich durch
das Dorf um deren Quartier zu entdecken, leider vergebens. Daraufhin meldete ich dies den örtlichen Berichterstatter der Mittelbayerischen Zeitung Herrn Wunderlich, er möge mir mit einer Zeitungsmeldung bei
der Suche nach dem Quartier behilflich sein. Am 29. Juni 2006 erschien der MZ Artikel, gespannt wartete ich einen, zwei und noch viele Tage, aber niemand konnte mir einen Anhaltspunkt über die Mehlschwalben
liefern. In der Zwischenzeit begnügte ich mich immer mit Flugaufnahmen, die Mauerseglerkolonie dürfte derzeit etwa 30 Tiere stark sein, wobei sich eine Zählung als recht schwierig erweist. Genaue Zahlen
folgen noch. Das ganze warten ließ mir keine Ruhe mehr, denn von früh bis spät konnte ich nun die Segler am Himmel beobachten, wusste aber immer noch nicht wo sich die Kolonie niedergelassen hat. Am
Sonntag, den 9. Juli 2006 machte ich mich erneut um 4.30 Uhr früh auf den Weg und siehe da, ich wurde fündig. Etwa 180 Meter Luftlinie von meiner Wohnung entfernt steht das alte Feuerwehrhaus mit Turm, dort
stellte ich meine Videokamera auf, mein Tonbandgerät und bewaffnet mit meiner Kamera und Fernglas wartete ich in den Morgen hinein. Die Sonne ist längst im Osten aufgegangen, es wurde heller und heller
und plötzlich tauchten kleine dunkle Punkte am Himmel auf und kamen immer näher zu mir herab und plötzlich waren die Mauersegler wieder da und drehten ihre Runden. Zeitgleich sah ich nun einige Segler, wie
sie unter dem Turmdach herausschlüpften und ihr Quartier verließen um in aller frühe schon Futter für die Jungen zu fangen. Endlich, froh und erleichtert konnte ich nun einige Stunden das rege Treiben dort
beobachten und dokumentieren. Endlich weiß ich nun, wo sich die eleganten und flinken Segler in Köfering ein eigenes Sommer- und Brutquartier geschaffen haben, ich hoffe, dass sie hier ungestört leben können
und dass sie im nächsten Jahr wieder hierher finden |
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Fotografien vom Mauersegler
Die Aufnahmen der schnellen Segler erweisen sich als sehr schwierig, weil man auf den schnellen Flitzer kaum scharf stellen kann, außerdem schafft man keine richtige Belichtung, weil einfach der Abstand zum
Segler zu groß ist und sich die Helligkeit ständig ändert. Die obige Aufnahme zeigt einen fliegenden Mauersegler in etwa 50 Meter Höhe, aufgenommen mit der Canon EOS 10 Digital und einem Canon 75- 300, 4 -
4,5 Tele. Wer derartige Flugaufnahmen schon getätigt hat, der sollte unbedingt mit mir Kontakt aufnehmen, vielleicht gibt es eine andere
Möglichkeit, bessere Aufnahmen zu tätigen. |
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Mauersegler, Apus, apus ( fußlos )
In der Zwischenzeit habe ich schon eine recht umfangreiche Bilddokumentation über den Mauersegler erstellt, wie ich eingangs schon erwähnt habe, ist der MS wirklich
ein einmaliges fliegendes Geschöpf auf dieser Erde.
Von vielen Menschen wird der Mauersegler auch als Schwalbe deklariert, er ist aber nicht mit den Schwalben verwandt.
Die MS gehören mehr zur Vogelart der Kolibri. |
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Ein ruheloser Vogel
Die Einmaligkeit am Vogel liegt daran, dass der Segler, mit Ausnahme der Brutzeit, ununterbrochen in der Luft ist, er fliegt und jagt, er wurde sozusagen zum Fliegen
geboren. Er erledigt alles im Flug, Fressen, Trinken, Schlafen, Balzen und Kopulieren werden während des Flugs vollzogen.
Der Mauersegler erreicht eine Fluggeschwindigkeit, je nach Zweck des Fluges 40 bis 97 km/h, er kann aber auch langsamer dahin gleiten. Wenn man den Segler länger zuschaut, dann entdeckt man sagenhafte
Flugmanöver, die sonst kein anderer Vogel kann, blitzschnell ändert er die Richtung oder stürzt sich senkrecht oder Zickzack nach unten usw. Durch seine aerodynamische Flügelform, gesteuert mit dem Schwanz,
hat nur er als einziger Vogel diese Wendigkeit. Und was macht er in der Nacht, werden sich nun einige fragen, auch nachts fliegt er und zwar in größeren Höhen über 2.000 Meter, wo er fliegend und
schlafend durch die Nacht gleitet. Bei Sonnenaufgang senkt er sich wieder in die Nähe seiner Brutkolonie herab und verbringt den ganzen Tag in der Nähe. Mitunter verschwindet aber fast die ganze Schar und
ist längere Zeit tagsüber nicht mehr zu sehen, gerade jetzt, wo es sehr heiß ist, sieht man nur einzelne MS fliegen, die aber dann in den Turm schlüpfen, vermutlich die Elterntiere. Am Vormittag und am
Abend zieht fast die ganze Truppe lautstark mit schrillen Schreien mehrere Kreise um den Turm. In der Regel aber fliegen die Mauersegler um eine Ebene höher als die Mehlschwalben ( ca. 50 Meter
Hoch ), da in diesem Jahr wieder 17 Mehlschwalbennester unter meinem Dachvorsprung bewohnt sind, kann ich den Höhenunterschied leicht feststellen, mitunter durchkreuzen die MS aber den Flugsektor der
Mehlschwalben ohne sich gegenseitig zu stören, das sieht eher als Begrüßung und Duldung aus.
Während seiner Lebenszeit fliegt der winzige und elegante Segler von
max. 50 Gramm Lebendgewicht, rund 95 Mal um die Erde, das sind rund 4 Millionen Kilometer. Angeblich soll der Mauersegler in zwei Intervallen schon Ende Juli die Reise nach Afrika antreten,
hoffentlich kann ich den Abflug verfolgen.
Das ganze Schauspiel mit den Seglern und den Mehlschwalben spielt sich quasi direkt vor meinem Fenster ab, manchmal fliegen über 100 Vögel um das Haus,
fast direkt vor meinem Fenster, als würden sie hier Ehrenrunden drehen.
Noch einige Daten zum Mauersegler Der Mauersegler erreicht ein Durchschnittsalter von 7 Jahren, kann aber auch 20 Jahre und noch älter werden. Der MS- ist ein Zugvogel, er lebt nur ca. 3 Monate in
Europa, die restlichen Monate verbringt er im südlichen Afrika. Er erreicht bei einer Körpergröße von etwa 17 - 18 cm ein Gewicht von etwa 50 Gramm, die Flügelspannweite beträgt ca. 42 - 48 cm. Die Weibchen
haben 2 - 3 Eier im Gelege, die Brutdauer beträgt 18 bis 20 Tage, die Jungenaufzucht dauert bis zu 42 Tage, die auch während des Fluges stattfindet.
Ich kann nur jeden Erdenbürger raten, geht nicht gleich in die Luft, sondern schaut öfter in die Luft, da sieht ihr viele seltene Vögel fliegen. |
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Im Entdeckungsjahr Köfering 2006
Fast auf die Minute genau um 21.26 Uhr kehrten die Segler (Alttiere) in ihr Brutquartier zurück, alle anderen schwebten hoch oben in den Lüften.
Bestätigt haben das auch die Aufnahmen im Nistkasten, fast zeitgleich ist auch in Köfering kein Flugverkehr mehr sichtbar. Stand 19.07.2006
Am 27.07.2006 konnte ich in Köfering keinen sichtbaren Flugverkehr der Mauersegler feststellen, was ist passiert, sind die Segler schon in den Süden abgeflogen, die Wettervorhersagen für die nächsten Tage sagten kein gutes Wetter voraus, es wäre leicht möglich, dass es
die Mauersegler schon gemerkt haben, denn, angeblich verlassen sie Ende Juli Europa. Nein, sie haben den Ort noch nicht verlassen, aber wenn eine Schlechtwetterfront aufzieht, dann könnte es leicht sein,
dass sie dieser ausweichen und wieder zurückkommen.
Am 28.07.2006 konnte ich am Morgen um 6.00 Uhr früh und am Abend nur noch 11 Mauersegler sehr
Hoch fliegend zählen, entweder haben einige MS Köfering schon verlassen oder sie haben ihr Fluggebiet geändert.
Wie von mir vermutet, fliegen nun die Mauersegler noch viel höher als vorher und
außerdem haben sie ihr Fluggebiet weiter verlagert. Am 30.07.2006 konnte ich mehrere Stunden lang wieder um die 30 Mauersegler zählen, sie fliegen jetzt aber sehr hoch, man muss schon genau hinschauen, am
besten mit dem Fernglas, dann fliegen sie immer noch über Köfering. Der Feuerwehrturm ist nun nicht mehr der Mittelpunkt, denn alle Jungen sind aus dem Nest, auch die Alttiere kehren nun nicht
mehr in die Nester zurück.
Die MS werden wohl demnächst in den Süden abfliegen. Tatsächlich sind seit dem 1. August 2006 keine Mauersegler mehr zu sehen. Sie haben sich vor dem schlechten
Wetter noch verabschiedet und zogen südwärts. Der gewaltige Temperatursturz von über 25 Grad war auch den Seglern zu viel. Demnach ist der Mauerseglersommer vorbei, was man auch laut den derzeit herrschenden Temperaturen nur bestätigen kann.
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Fotoautor Herbert Winkler
Seite überarbeitet Juli 2009 Seite geändert am
Samstag, 30. Juli 2011
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