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Mehlschwalben
Chronik über die Mehlschwalben
Aktualisiert  2010
von Fotograf  Herbert Winkler

Mehlschwalbe 

  Mögliche Flugverzögerung des Vogelzugs durch die
Vulkanaschewolken des Eyjafjalla?
Zu meinen diversen Beobachtungsobjekten gehören vor allem die Mehlschwalben, weil sie am Wohnhaus vor meinem Zimmerfenster direkt unter dem Dach ihre Nester gemauert haben. Daher kann ich sie ohne besondere Umstände direkt beobachten.
Ab 15.04.2010 beobachtete ich schon laufend das Fluggebiet um das Haus, aber leider, keine Mehlschwalbe war zu entdecken. Als dann bekannt wurde, dass sich in Europa die Aschewolken bemerkbar machten, wuchsen meine Befürchtungen, dass auch die Vogelfluglinie etwas davon abbekommt. Vermutlich liegt aber die Flughöhe der Tiere anders als die der Aschewolken. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass sie durch dieses Ereignis beeinträchtigt werden, je nachdem,
welche Fluglinie sie wählen.
In der Regel waren in den vorherigen Jahren bereits vor dem 15. April
die ersten Mehlschwalben vor Ort.
2010 trafen die ersten  4 Stück Mehlschwalben erst am 20.04.2010 ein, der Flugraum blieb aber dennoch den ganzen Tag ziemlich leer. Ansonsten tummeln sich zu Beginn des Brutjahres mindestens 15 Schwalben,
weil sich die übrigen schon in ihren Nestern verbergen.
Alle Jahre sind am Haus rund 15 Nester belegt.
 

Hier folgt die weitere Entwicklung, wenn alle Schwalben hier sind.
 

Es folgen nun einige Bilder aus den vergangenen Jahren

Mehlschwalben- Junges 

Fotomodell- aber hungrig 

Mehlschwalben haben ununterbrochen Hunger

Zuerst Foto, dann gibt es wieder Mücken

Zwei Junge Mehlschwalben 

Fütterung der Mehlschwalben 

Gespanntes warten, einen Tag vor dem
ersten Flug

Blitzschneller Anflug zum Füttern

Das Nebenprodukt an Vogelkot am Haus und am Boden darf man aber nicht scheuen, denn der ist schon gewaltig. Ich habe daher jetzt am Boden Sand aufgestreut, der den Kot bindet und trotzdem ansehnlich aussieht. Es ist schön, wenn sich eine derartige Vogelwelt hier Wohl fühlt und ihre Jungen fürsorglich füttern und aufziehen. Ich habe daher mit meiner Spiegelreflex Canon 300D (Digital) immer wieder Aufnahmen gemacht, die sich allerdings gar nicht leicht realisieren lassen, weil die Flitzer ein unheimliches Tempo haben, wenn sie zwischen 1 und 15 Meter vor meinen Augen vorbei Segeln. Die Mehlschwalbe fliegt auch sehr unruhig, weil sie jeden Moment die Richtung wechselt, kaum hat man sie im Sucher, schwups ist sie schon wieder weg.

Die Mehlschwalbe als Jagdflieger 

Herbstversammlung auf dem Dach 

Kleiner schneller Insektenjäger

Dachversammlung im Herbst

Aber trotzdem habe ich von den Mehlschwalben einige brauchbare Aufnahmen machen können, wobei der Einblick in das gemauerte und fast geschlossene Nest nicht möglich ist, aber wenn die Jungen ihre Hälse herausstrecken, dann kann man sie mit etwas Glück schon fotografieren. Noch schwieriger wird es, wenn die Alten die Jungen füttern, denn das geht so schnell, die Schnelligkeit kommt einen Augenaufschlag nahe. Gestern waren die Jungen noch im Nest, heute segeln sie schon wie die Alten, und morgen sollen sie die große Reise nach Afrika antreten. Ich bin schon gespannt, wenn sie tatsächlich in das Winterquartier fliegen. Den Abflug in den Süden werde ich auf meinen Seiten mitteilen, falls ich den Abflug mitbekomme.

Für jeden Vogel das richtige Programm 

Tanz vor dem Nest 

Herbstversammlung, der beste Platz

Der Tanz um das Nest

Ich kann hier natürlich nur einen kleinen Teil über meine Beobachtungen und Aufzeichnungen darstellen, aber dennoch sind sie sehr informativ, weil sie somit
einen kleinen Einblick in die Tierwelt der Mehlschwalben eröffnen. Die Mehlschwalben sind  ein Teil der Natur und Kulturträger seit Jahrhunderten.
Wir Menschen haben dafür zu sorgen, dass sich die kleinen Gäste heimisch
und wohl fühlen und dass wir sie beschützen, damit der Kreislauf der
Natur nicht zu sehr gestört wird.

Der Jäger 

Ein Flügelschlag 

Die Mehlschwalbe ist eine der schnellsten Insektenjäger, sie erreicht bis 40 km/St

Beim Streckenflug erreicht die Mehlschwalbe
bis zu 74 km/ St

Die Mehlschwalbe ist auch unter “Hausschwalbe” bekannt.
Die Mehlschwalben sind durch ihr Aussehen leicht erkennbar, weil sie unter dem Schnabel und am Bauch weiße Federn haben. Sie tätigen 1 bis 2 Jahresbruten,
je nach Witterung legen sie 4 - 6 Eier, wobei bei meinen Beobachtungen eigentlich nur  2 - 3 Jungtiere aufgezogen wurden. Mehlschwalben  nehmen ihre Nahrung im Flug auf, sie leben überwiegend von Luftinsekten, Mücken Schmetterlingen, Fliegen, Käfern, Flugameisen und gelegentlich auch Blattläusen. Wenn sie Junge füttern müssen, dann wird die Nahrung mit Speichel angereichert und zu Futterballen geformt. Die Mehlschwalben erreichen 12 - 13 cm Länge und können bis 25 g wiegen. Das obere Gefieder ist glänzend blauschwarz gefärbt, die Flügelfedern sehen eher schwarz matt aus, Beine und Füße sind weiß gefiedert. Wie schon erwähnt, ist das Flugbild der Mehlschwalbe sehr unruhig und flatterhaft im Gegensatz zur Rauchschwalbe. Die Mehlschwalben können 6 - 8 Jahre alt werden. Beim Vorbeifliegen an meinem Fenster, oder beim Nestanflug  stoßen sie Laute aus,
die sich etwa wie
“ prrt ” oder “ tschiripp “ anhören.

Die folgenden Bilder zeigen eine Flugschau der Mehlschwalben,
wie sie direkt und täglich von meinem Fenster aus zu sehen ist.

Mehlschwalbe macht Pause 

Flugfigur 

Seitenflug 

Schwalbentanz 

Anflug zum Nest 

Mit hängenden Flügeln 

Raketenflug 

Startposition 

Mein Interesse an den Mehlschwalben entstand eigentlich nur deshalb,
weil ich sie als Mitbewohner am Haus habe, wer ebenfalls derartige
Erfahrungen mit Mehlschwalben machte, könnte sich unverbindlich zwecks Interessenaustausch mit mir in Verbindung setzen,
ebenso wegen der Tierfotografie.
                               Email: Fotografwinkler@t-online                         
                   

Junge Schwalben -Brutjahr 2006 

Schwalben im April

Lange Ruhepause nach einem langen Flug von Afrika nach Bayern, weil sie den ganzen Tag ihr Nest nicht verlassen haben.
 

    Fotoautor Herbert Winkler
                        
Seite geändert am Dienstag, 2. August 2011 


 

Bilder aus der Heimat für die Heimat
von
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