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Regensburger Diözesan-
Fußwallfahrt
zum 111 km entfernten Altötting
 
Fotodokumentation von Herbert Winker

An Pfingsten im Jahr 2004 fand zum 175. Mal die Fußwallfahrt nach Altötting statt. Laut Berichten beteiligten sich um die 10 000 Pilger, die die gewaltigen Strapazen auf sich nahmen, um der lieben Mutter Gottes in Altötting einen  Besuch abzustatten, um Ihr
ihre Sorgen und Nöte vorzubringen
.

Nachruf
Die Pilger der Regensburger Diözesan- Fußwallfahrt nach Altötting
trauern um Pilgerbischof Karl Flügel.

Der langjährige und hochgeschätzte Pflegevater der Wallfahrt, Pilger- und Weihbischof  Karl Flügel konnte den Einzug in Altötting nicht mehr persönlich miterleben, aber geistig war er sicherlich noch mit ganzem Herzen dabei. Einen Tag nach Pfingsten, am 1. Juni 2004 verstarb der allseits beliebte Pilgerbischof Karl Flügel im Alter von 88 Jahren. Durch seinen Tod hinterlässt er eine große Lücke in der  Pilgerszene, denn er war der langjährige Motor der Pilgerreise nach Altötting. Wenn es seine Gesundheit erlaubte, dann war er immer mit dabei. Ich selbst war ein persönlicher Freund des Bischofs und hatte neben Briefkontakt mit ihm auch persönliche Bekanntschaft gemacht.
Die ganze Diözese von Regensburg und die
Pilger und Freunde trauern um ihn.
Die folgenden Bilder stammen aus früheren Pilgerzügen.

Immerwährende und immer wiederholende, zeitlose Dokumentation.

Aus meiner Chronik, einige Bilder aus dem Pilgerjahr 1991

Der Pilgerführer mit dem  Bischof 

Pilger 

Zug der Pilger 

Pilgerbischof Karl Flügel mit dem Pilgerleiter, Pilgerkreuz

Ein unendlich langer Pilgerzug

Aus der Dokumentation
Der Chronik nach gibt es die Wallfahrt nach Altötting seit 1830, Gründer und Pilgerführer Andreas Pirzer aus Kirchenbuch hat die Fußwallfahrt ins Leben gerufen. Anfangs waren es nur wenig Gläubige die diese Strapaze von 111 km Fußmarsch auf sich nahmen, 1975 waren es noch 1640 Pilger, 1980 waren es 4532 Pilger, 1990 stieg die Zahl auf  7890 und in den folgenden Jahren lag die Anzahl der Pilger bei 8000 Teilnehmer
.

Ankunft der Pilger in Altötting 

Pilgergottesdienst in der Basilika 

Pilgerbischof Karl Flügel segnet die Andachtsgegenstände 

Madonna von Altötting 

Einzug in die Basilika

Gottesdienst

Segnung der Pilgergegenstände
durch Bischof Karl Flügel

Schwarze Madonna

Alle Jahre wieder - und daher zeitlos!
Die Fußwallfahrer aus Regensburg waren wieder unterwegs.
Donnerstag den 31.05.2001
Die größte Fußwallfahrt Deutschlands.
Die Strecke führte vom Ausgangspunkt Regensburg nach Mengkofen, über Dingolfing nach
Massig an das große Ziel zur Madonna nach Altötting.

In aller früh brachen die Pilger aus der ganzen Oberpfalz und Umgebung von Regensburg auf,  um zu Fuß zur schwarzen Madonna betend  nach Altötting zu ziehen. Ich selbst trau mir den langen
Fußmarsch nicht zu, ich wollte aber die Atmosphäre selber spüren und miterleben, wie sich die vielen Tausend Gläubigen auf den Weg machten um in das 111 km entfernte Altötting zu Fuß zu gehen. Ich entschloss mich, zumindest einen Teil der Wallfahrt fotografisch zu dokumentieren.

  Um 10.15 Uhr traf ich in Mangolding ein, die Straßen waren abgeriegelt, es gab keine Einfahrt mehr. Die Kirchenglocken von St. Peter Mangolding verkündeten die Ankunft der Pilger von Regensburg kommend. Ein endlos langer Pilgerstrom, die erste von zwei Gruppen zog in Mangolding ein und verteilte sich, manche suchten die Toiletten auf, manche setzen sich an den Straßenrand und wieder andere nahmen im Freimüllerhof Platz, dort hatte die Freiwillige Feuerwehr Mangolding die
Bewirtung und Versorgung übernommen. Tische und Bänke luden zur kurzen Rast und Brotzeit ein. Andere hatten es eilig und gingen gleich zum Mangoldinger Bahnhof und warteten auf den Sonderzug für Pilger. Wieder andere gingen weiter und stiegen in wartende Pkws ein die sie ebenfalls nach Sünching brachten. Tausende Teilnehmer warteten am Bahnhof Mangolding  und um 11.00 Uhr fuhr der erste Zug in Richtung Sünching ab. In der Zwischenzeit traf auch die zweite  Gruppe Fußwallfahrer von Regensburg kommend ein. Und wieder das gleiche Bild wie vorher, alle Pilger verteilten sich wieder wie vorher.

Zwischenzeitlich formierte sich der Pilgerzug in Sünching, denn in Sünching kamen nochmals Pilger zu den Regensburger Pilgern hinzu, erst ab Sünching war dann der Pilgerzug komplett.

Ich habe mich dann mit dem PKW auf dem Weg gemacht und fuhr in Richtung Sünching,  Sünching war aber schon abgeriegelt, so musste ich über Umwege gleich nach Geiselhöring weiter fahren, denn dort müssen sie alle hin. Ich suchte mir einen schönen überschaubaren Punkt, um möglichst viel vom Pilgerzug auf das Bild zu bekommen. Kurz vor Geiselhöring fand ich einen guten Standort bei Greisin, den ich aber dann wieder aufgab. Ich fuhr dann durch Geiselhöring in Richtung  Haindling - Hainsbach, dort fand ich auch keinen brauchbaren Ausblick, ich fuhr dann wieder zurück nach Geiselhöring zum Marktplatz. Von dort aus konnte ich dann alle Aktivitäten verfolgen. Um  ca. 14.00 Uhr trafen die Pilger unter Glockengeläut in Geiselhöring ein. Eine ganze Versorgungsarmee wartete schon mit Tee auf die Pilger, die Sanitäter hatten ein ganzes Camp aufgebaut, das aber kaum in Anspruch genommen werden musste.  In Geiselhöring verteilten sich dann die ganzen Mengen, Geschäfte und Lokale wurden für eine Brotzeit aufgesucht und belagert. Ein Großteil der Pilger ging gleich weiter zum nächsten Startpunkt um einen guten vorderen Platz zu bekommen.  Für 15.00 Uhr war der Abmarsch ab Geiselhöring angesagt, am Ortsausgang sammelten sich die Pilger und warteten auf den Abmarsch, der sich pünktlich in Bewegung setzte. Ich musste feststellen, dass für mich als Außenstehenden die Disziplin der Pilger sehr gut aussah, so marschierten meistens drei oder vier Personen nebeneinander. Mein neuerlicher Standort war dann am Kreisel auf  Haindlinger Höhe bei der neuen Straße. Vom Kreisel, der eine leichte Erhöhung aufweist, hatte ich einen guten Blick auf die entgegenkommenden Fußwallfahrer. Gute 25 Minuten dauerten das vorbei ziehen des gesamten Pilgerzuges. Die Länge des Zuges dürfte dabei etwa 3 km betragen haben, vermutlich beteiligten sich am Zug mindestens 8000 Pilger.

Begleitet wurde der Pilgerzug von zahlreichen Polizeifahrzeugen, Sicherungsfahrzeugen, Sanitätsfahrzeugen und unzähligen Transportfahrzeugen  für Material, WC, Versorgung und Kleidung. Eine logistische Meisterleistung für die Organisatoren und der Polizei, die die 111 km lange Strecke verkehrsfrei halten musste, um die Pilger sicher nach Altötting zu begleiten.

Ich marschierte nach Geiselhöring zurück und trat die Heimreise in Richtung Köfering an, um 16.30 Uhr war meine fotografische Pilgerbegleitreise beendet, für die Pilger selbst war noch lange nicht Schluss. Der schwerste Tag wird wohl der Freitag und der  Samstag werden, der dann auch mit dem Einzug in die Basilika in Altötting endet.
     Weiter auf den nächsten Seiten...........

Herbert Winker Heimatfotograf
31.05.2001/ 2010

Die  Bilder von der 172. Pfingstwallfahrt 2001
finden Sie auf den nächsten Seiten.

  Fotoautor Herbert Winkler
                        
Seite geändert am Dienstag, 2. August 2011


 

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